Dokumentarfilme und Spezialaufnahmen

 

Dokumentarfilme und Spezialaufnahmen

Ein Hauch von Watt

Historisches Niederwasser am Bodensee

 „Es riecht nicht nur wie an der Nordsee, es sieht auch so aus“.  Fassungslos betrachten Einheimische das Bodenseeufer. Wo so im Sommer Segelboote fahren, breiten sich im trockenen Winter 2006 schier unendliche Sandflächen aus. Nur einmal hatte der See weniger Wasser, 1852, vier Jahre nach der Badischen Revolution und zwei Jahre vor Beginn des Krimkriegs. Das, was jetzt am See zu sehen ist, ist also für alle neu.

Wir sind an der Schussenmündung, begleitet von einem Filmteam des Bayerischen Rundfunks. Die etwas wasserscheuen Bayern hatten sich extra Wathosen von uns ausgeliehen. Das war nicht nötig - die letzten Reste von Feuchtigkeit sind hartgefroren, in diesem Sand würde nicht einmal ein 30-Tonner einsinken. Mehr als einen Kilometer weit in den See hinein können wir auf dem trockenen Grund  laufen, bis wir die neue Uferkante erreichen. Auch für Dr. Heinz-Gerd Schröder, Leiter des Seenforschungsinstituts Langenargen, ist dies eine spannende Zeit. „Möglicherweise sinkt das Wasser bis Ende Februar noch weiter. Keine der Prognosen deutet darauf hin, dass der See im Laufe des Winters schon wieder ansteigt.“ 

Wir wollen aber nicht abwarten, bis sich das Wetter doch noch ändert. Mit dem Filmteam des BR besuchen wir die interessantesten Plätze rund um den Bodensee und mit Stanko Petek, dem bekannten Luftbild-Fotografen, betrachten wir uns das Schauspiel bei Minus 24 °C und offenem Fenster von oben.

weitere Bilder: zur Diaschau...

Fotos: Peter Rey