Elektrofischerei
Die elektrische Befischung ist eine Standardmethode zur Erfassung von Fischen. Insbesondere in kleinen Fliessgewässern stellt die Elektrofischerei die Methode der Wahl dar. Aber auch zur Befischung von Uferbereichen in stehenden Gewässern und grösseren Fliessgewässern hat diese Methode viele Vorteile: Sachgemäß durchgeführt nehmen die gefangenen Fische in der Regel keinen Schaden und können nach der Untersuchung wieder ins Gewässer eingesetzt werden. Prinzipiell lassen sich alle Fischarten und Größenklassen mit dieser Methode erfassen. Allerdings ist die Fangwahrscheinlichkeit zumeist stark unterschiedlich, so dass die Ergebnisse von elektrischen Befischungen mit Vorsicht interpretiert werden müssen. Zudem ist die Befischung mit Strom für beteiligte Personen nicht ungefährlich.
Aus diesen Gründen müssen elektrische Befischungen von speziell dafür ausgebildeten Fachkräften verantwortlich geleitet werden. Im Verbund der HYDRA-Büros arbeiten drei derart geprüfte Experten, die allesamt seit vielen Jahren elektrische Befischungen durchführen. Aber auch die von uns eingesetzten Hilfskräfte weisen eine jahrelange Erfahrung auf, so dass bei jeder vollumfänglich in Auftrag gegebenen Befischung ein erfahrenes, eingespieltes Team zusammenarbeitet.
Foto: © HYDRA
Referenzprojekte
| Jahre | Gewässer | Projektbeschreibung | Auftrag | |
| 1989-1992, 1996, 1998, 1999, 2001, 2002, 2004, 2005, 2006 | Thur (Kantone Thurgau und Zürich) |
Fischökologische Zustandserfassung in mehreren Abschnitten, Erfolgskontrollen für wasserbauliche Maßnahmen (abschnittsweise Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen) |
Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Zürich), Amt für Umwelt (Thurgau), Jagd- und Fischereiverwaltung (Thurgau) | |
| 1992-1994 | Melezza (Kanton Tessin) | Fischökologische Untersuchung eines spülungsbedingt gestörten Abschnitts. | Dipartimento del Territorio del Cantone Ticino | |
| 1990, 1995, 2000, 2003 | Spöl (Kanton Graubünden) | Untersuchungen von künstlichen Hochwasserereignissen zur Dynamisierung eines Stauseeausflusses. | Amt für Umweltschutz (Graubünden), Wissenschaftliche Nationalparkkommission | |
| 1999-2002 | Alpenrhein-Seitengewässer (Liechtenstein, Vorarlberg, Kanton St. Gallen) | Fischbiologische Erfolgskontrolle von Totholzeinträgen in strukturell degradierte Seitengewässer des Alpenrheins. | Internationale Regierungskommission Alpenhrein | |
| 2002, 2006, 2007 | Hochrhein (Schweiz, Deutschland) | Ergänzende Befischungen im Rahmen des Neozoenmonitorings (Makrozoobenthos). | Bundesamt für Umwelt (BAFU, ehem. BUWAL) | |
| 2001, 2004-2006 | Flaz, Inn (Kanton Graubünden) | Fischbiologisches Monitoring im Rahmen eines Hochwasserschutzprojekts durch eine Gewässerverlegung. | Gemeinde Samedan, Amt für Jagd und Fischerei, Tiefbauamt (Graubünden) | |
| 2003, 2004 | Esche (Liechtenstein) | Fischbiologische Zustandsaufnahme und Erfolgskontrolle eines Revitalisierungsprojektes. | Amt für Umweltschutz (Liechtenstein) | |
| 2007 | Waldsee (Baden-Württemberg) | Charakterisierung der Fischzönose zur Ausarbeitung einer optimierten Bewirtschaftungsweise. | Angelsportverein Walldorf e.V. | |
| 2007 | Anglersee Frauenweiler (Baden-Württemberg) | Fischereibiologische Vorzustandserhebung vor einer geplanten Regenwassereinleitung aus einem Trennkanalisationssystem. | Sportfischerverein Kraichgau e.V. | |
| 2007 | Tomülbach, Valser Rhein (Kanton Graubünden) | Fischökologische Zustandsbewertung im Rahmen einer UVB für eine geplante Wasserkraftanlage. | Ecowert GmbH, Domat/Ems (Graubünden) | |
| 2007 | Grenzbach (Baden-Württemberg) | Fischereiliche Schadensermittlung eines Fischsterbens. | Angelsportverein Mönsingen e.V. | |