Gewässermonitoring

 

Gewässermonitoring

Monitoring der Gewässer des Schweizerischen Nationalparks  

     

Von Drachen und Sternenstaub

Neues Forschungsprogramm an den sagenumwobenen Macunseen

Hoch über dem Inntal, zwischen den Dörfern Lavin und Zernez im schweizerischen Engadin, liegen die 23 Seen von Macun. Wie flüssige Edelsteine sind sie in einem Kessel zwischen Blockgletschern und einem Kranz schroffer Berggipfel eingebettet. Hier fand am 6. September 2001 auf 2710 m Höhe das erste Koordinationstreffen von "Monitoring Macun" bei strahlendem Sonnenschein und Neuschnee statt.

Seit das Gebiet im August 2000 in den Schweizerischen Nationalpark aufgenommen wurde, wächst das Interesse, diese einmalige Seenlandschaft besser zu erforschen. In einer interdisziplinären Arbeitsgruppe konzipiert HYDRA zusammen mit dem Schweizerischen Nationalpark, Kollegen der Universität Bern und der EAWAG Zürich sowie Mitarbeitern des Umweltschutzamtes und des Jagd- und Fischereiinspektorats Graubünden ein Langzeit-Monitoringprogramm.

In den nächsten Jahren werden wir das Leben der wenigen Fischarten verfolgen, die unter diesen extremen Bedingungen überleben können; wir werden auf den Grund der Seen tauchen, ihre Pflanzenwelt und die wirbellosen Kleinlebewesen kennenlernen und im Lai dal Dragun, dem Drachensee, dem Rätsel des sagenumwobenen Lindwurms der Zeznina nachgehen.

Vielleicht werden bei unseren zukünftigen Arbeiten die Zwerge von Macun für ähnlich traumhafte Arbeitsbedingungen sorgen wie bei unserer ersten Begehung. Nach einer bekannten Engadiner Sage gewinnen sie hier oben auf Macun den Sternenstaub und zaubern uns damit die Sterne an den Himmel.

 

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Weitere Infos:

www.nationalpark.ch