Willkommen auf der Homepage der HYDRA-Institute
english News Kontakte Team über uns Intern Impressum

News

Lieblingsspeise: Gift!

Elba-Wurm lebt von Schwefelwasserstoff und Kohlenmonoxid

 

 
Der Oligochät Olavius algarvensis lebt im Küstensand vor der Insel Elba. Symbiontische
Bakterien unter seiner Haut verleihen ihm die schneeweiße Farbe.


Forscher des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie haben in Zusammenarbeit mit Kollegen von HYDRA, aus Freiburg, Greifswald und den USA herausgefunden, dass Olavius algarvensis, ein kleiner Meereswurm, seine Energie aus Schwefelwasserstoff und Kohlenmonoxid bezieht. Streng genommen schickt der mit dem Regenwurm verwandte Wenigborster, der vor der Küste Elbas im flachen Wasser im Sand lebt, Millionen kleiner Helfer vor. Olavius algarvensis beherbergt unter seiner Haut verschiedene Bakterien, die diese ansonsten für Tiere giftigen Stoffe aufnehmen und deren Energie zum Aufbau von Nahrung nutzen. Der Wurm selbst kann gar nicht mehr fressen. Im Laufe der Evolution hat er Mund, Darm und After komplett reduziert und wird ausschließlich von seinen Symbionten versorgt.

Manuel Kleiner und seine Kollegen haben in der nun veröffentlichten Arbeit (PNAS/doi/10.1073/pnas.1121198109) die Stoffwechselwege des Wurms und seiner bakteriellen Untermieter mittels Metaproteomik und Metabolomik untersucht, und konnten dabei zum ersten Mal nachweisen, dass einige Symbionten neben Wasserstoff und Schwefelwasserstoff offensichtlich auch Kohlenmonoxid als Energiequelle nutzen. Zunächst skeptisch untersuchte das Team die Sedimente Elbas auf das giftige Gas, welches dann prompt in aureichend hoher Konzentration nachgewiesen werden konnte. Dass auch Wasserstoff in chemosynthetischen Symbiosen von Bakterien und Tieren als Energiequelle genutzt werden kann, war von der Arbeitsgruppe Symbiose am MPI erst kürzlich an Tiefseemuscheln entdeckt worden. Die Rolle für Flachwasserorganismen in „normalem“ Strandsediment lässt sich nun erst erahnen.

Die Leiterin der Arbeitsgruppe, Prof. Dr. Nicole Dubilier betont die Bedeutung der interdisziplinären Herangehensweise in einem Team von Fachleuten. „Der Wurm dient uns als Beispiel für die Kraft der Evolution. Durch Anpassung und Selektion hat sich im Laufe von Millionen Jahren ein optimal angepasstes Wirt-Symbionten-System entwickelt. Und wenn wir andere komplexe Symbiosen, wie die im menschlichen Darm, verstehen wollen, könnten diese scheinbar schlichten Meereswürmer ein gutes Modellsystem sein“.

Originalartikel:
Metaproteomics of a gutless marine worm and its symbiotic microbial community reveal unusual pathways for carbon and energy use
Manuel Kleiner, Cecilia Wentrup, Christian Lott, Hanno Teeling, Silke Wetzel, Jacque Young, Yun-Juan Chang, Manesh Shah, Nathan C. VerBerkmoes, Jan Zarzycki, Georg Fuchs, Stephanie Markert, Kristina Hempel, Birgit Voigt, Dörte Becher, Manuel Liebeke, Michael Lalk, Dirk Albrecht, Michael Hecker, Thomas Schweder, Nicole Dubilier
Proceedings of the National Academy of Science
doi/10.1073/pnas.1121198109

Hier das Link zum Download des Papers (Open Access)

http://www.pnas.org/content/early/2012/04/03/1121198109.full.pdf+html


 

Meeresbiologische Kurse 2012

online buchbar!

 

Das neue Kursprogramm des HYDRA Instituts für Meereswissenschaften für 2012 ist jetzt online buchbar. Zu acht Terminen können Studierende und Interessierte aus dem bewährten Angebot thematisch verschiedener Exkursionen auswählen. Die zehntägigen Veranstaltungen finden an der Feldstation auf der italienischen Insel Elba statt. Alle Kurse sind für ausgebildete Taucher geeignet. Teilnehmer ohne Taucherfahrung machen kursbegleitend eine international anerkannte Tauchausbildung. Der Kurs Methoden der Unterwasserforschung kann nur von Tauchern gebucht werden. Alle Kurse sind entsprechend den Anforderungen des ECTS-Programms strukturiert und werden von vielen Universitäten anerkannt

zu den Kursseiten

 


Quellen des Lebens im Toten Meer

Erste wissenschaftliche Tauchexpedition entdeckt reiche Mikrobengemeinschaften

Expeditionleiter Dr. Danny Ionescu birgt die ersten Proben aus Süßwasserquellen am Grund des Toten Meeres

425 Meter unter dem Meeresspiegel, mitten in der Wüste, zehn Mal salziger als die Ozeane liegt das Tote Meer – einer der lebensfeindlichsten Orte unserer Erde. Ein Forscherteam aus Israel und Deutschland unter der Leitung von Dr. Danny Ionescu vom Bremer Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie tauchte zum ersten Mal für eine systematische wissenschaftliche Erkundung ungewöhnlicher Strukturen: Süßwasserquellen am Grund des Toten Meeres. Wo man nichts als Schlamm und bizarre Salzskulpturen vermuten würde – und vor allem lediglich ein paar hundert Bakterien pro Liter Wasser gefunden wurden, gibt es weit mehr Lebewesen, als bisher angenommen. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass eine reiche Gemeinschaft verschiedener Mikroorganismen genau dort gedeiht, wo die Süßwasserquellen in das salzgesättigte Wasser des Toten Meeres einströmen. Im Oktober 2011 wird die nächste Kampagne in diese salzigen Tiefen stattfinden, um zu untersuchen, wie Lebewesen unter diesen extremen Bedingungen offensichtlich gut leben können. Für die tauchenden Wissenschaftler sind die Bedingungen ebenso extrem: Außentemperaturen von über 45°C (im seltenen Schatten), 30 Prozent Salzgehalt und giftiger Schwefelwasserstoff in den Quellen bergen potentielle Gefahren. Etwa 50 Kilogramm zusätzliches Gewicht sind nötig, um eine Person unterzutauchen. Danny Ionescu vom MPI Bremen und Christian Lott von HYDRA tauchen ohne den üblichen Neoprenanzug, aber spezielle Vollgesichtsmasken mit Kommunikationseinheit sind Pflicht, um die Taucher zu schützen und sie mit ihren Kollegen an der Oberfläche zu verbinden. Ende Oktober gibt es aktuelle Informationen zur diesjährigen Forschungskampagne…

 

Auf der Website des MPI Bremen gibt es die vollständige Pressemitteilung

Sehen Sie sich unser Unterwasservideo an...

 

Dank für die Unterstützung mit Ausrüstung an:

 und        

   


 

Neue Doku im Fernsehen, am 2. September auf ARTE:

Mit HYDRA-Mitarbeitern in die Tiefsee

Abenteuerliche Reise mit spektakulären Bildern und bahnbrechenden Entdeckungen in der Tiefseeforschung

Copyright: Bayerisches Fernsehen

 

LEBEN AM LIMIT - Geheimnisse der Tiefsee

LA VIE EXTREME - Les mystères des abysses

(LIFE AT THE LIMIT - Secrets of the deep)

 

auf ARTE, Freitag, 2. September 2011, 21.45 Uhr

 


Leben am Limit / La vie extrême
(Deutschland, 2011, 52mn)
Bayerisches Fernsehen
Regie: Florian Guthknecht

on ARTE.tv


16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

 


 

 

Neue Erkenntnisse über den Lebensraum Alpenrhein

HYDRA stellt die Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprogramms vor

 

 

Von 2009 bis 2011 war HYDRA im Auftrag der Internationalen Regierungs­kommission Alpenrhein der Lebewelt eines der größten Alpengewässer auf der Spur. Damit wurden nicht nur letzte Kenntnislücken zur Rheinfauna geschlossen, das Team ging auch den Defiziten und Verbesserungmöglichkeiten der Lebensräume im und am Alpenrhein auf den Grund. Die im Juli 2011 erschienene Studie*  zum Programm liefert somit auch wichtige Informationen für die künftige Gewässerschutz- und Entwicklungsarbeit an dem regulierten und übernutzten Gebirgsfluss.

 

 

 

* Rey, P., Werner, S., Mürle, U., Becker, A., Ortlepp, J. & J. Hürlimann: Monitoring Alpenrhein. - Basismonitoring Ökologie. Herausgeber: Internationale Regierungskommission Alpenrhein (IRKA), Projektgruppe Gewässer- und Fischökologie. 150 S. St. Gallen 2011.

 

 

Der Bericht steht für Sie zum Download bereit:

http://www.alpenrhein.net/Publikationen/tabid/68/Default.aspx

 

 


 

 

Message in a Bottle

Schüler des Gymnasium Muttenz, CH, bringen in einer Gemeinschaftsaktion die Flaschenpost N° 292 des "Message Bottle Project" von Jay Little und der Organisation Plastiki aus.

Infos auf unserer Facebookseite und bei Plastiki

 


Co-evolution einer uralten Symbiose zwischen Bakterien und Plattwürmern entdeckt

Sommerliche Strände voller Badegäste, Schwimmer und Sonnenanbeter. Ahnungslos. Denn unter ihren Füßen gibt es noch immer Geheimnisse, die darauf warten, entschlüsselt zu werden...

Mehr als die Hälfte der Biomasse des Plattwurms Paracatenula machen seine bakteriellen Partner aus. Forscher nehmen an, dass die Bakterien und Würmer sich seit über 500 Millionen Jahren in dieser Symbiose co-evolvieren.

Wie Harald Gruber von der Universität Wien und seine Kollegen vorab online in den Proceedings of the National Academy of Sciences berichten, sind die kleinen Meereswürmer der Gattung Paracatenula voll gestopft mit Schwefel oxidierenden Bakterien. Im Sand vor tropischen und subtropischen Stränden weltweit finden sich viele Arten dieser Plattwürmer. Ihr gemeinsames Merkmal: Sie haben keinen Mund, sie können nicht fressen. Stattdessen beherbergen sie im so genannten Trophosom, einem eigenen Organ in ihrem Innern, Bakterien als Partner. Die Forscher fanden heraus, dass die symbiontischen Untermieter bis über fünfzig Prozent der Biomasse beitragen. Außerdem haben molekulare Untersuchungen ergeben, dass jede Wurmart ihre ganz eigene Bakterienart besitzt. Noch spektakulärer ist es, dass die Verwandtschaftsverhältnisse von Würmern einerseits und Bakterien andererseits an den 15 bislang untersuchten Arten aus dem Mittelmeer, dem Roten Meer, aus der Karibik und Australien übereinstimmen! Harald Gruber und Kollegen folgern, dass diese Plattwurmgruppe seit mehr als 500 Millionen Jahren, also seit der Aufspaltung der Plattwürmer, diese Partnerschaft mit Bakterien entwickelt und co-evolviert hat. Sie sehen diese Würmer aus dem “Strandburgensand” als “die älteste bekannte mutualistische Symbiose zwischen Tieren und Bakterien, die wahrscheinlich bis zur frühen Evolution der Bilateria im späten Ediacarian/frühen Kambrium zurückreicht.”

 

 

 

Published online before print June 27, 2011, doi: 10.1073/pnas.1105347108 PNAS June 27, 2011

Hier das Originalpaper im Open Access zum downloaden:

http://www.pnas.org/content/early/2011/06/22/1105347108

 

 


Meeresbiologische Kurse offiziell als

Univeranstaltung anerkannt

Seit 2011 neue Kursmodule zum Tauchen als wissenschaftliche Methode

in Kooperation mit der Uni Tübingen

Dank der fruchtbaren Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Nico Michiels, Institut für Evolution und Ökologie, werden die meeresbiologischen Kurse am HYDRA Institut für Meereswissenschaften ab sofort in das Studium der Bio- und Geowissenschaften der Universität Tübingen integriert. Die Kurse werden von Dr. Miriam Weber betreut und koordiniert. Sie erhält hierfür einen Lehrauftrag der Uni Tübingen. Damit können die TeilnehmerInnen bei entsprechender Leistung einen benoteten Schein und die entsprechenden credit points nach ECTS erlangen, die von jeder Hochschule in Europa anerkannt werden. Besonders interessant sind die neu geschaffenen Module "Marine Biology Diving Skills Basic" und "Advanced", die dem Studierenden die einzigartige Möglichkeit erschließen, im Rahmen des Studiums wissenschaftliche Freilandarbeit unter Wasser zu erlernen und bis zur sicheren Durchführung eines eigenen Projekts zu vertiefen. Der modulare Aufbau erlaubt es auch, dass Studierende mit entsprechender Vorkenntnis als Quereinsteiger am "Advanced Field Course**" teilnehmen. Die Module stehen Studierenden anderer Hochschulen ebenso zur Verfügung.

Nähere Infos auf der Anmeldeseite und unter ifmhydra-institute.com

 

 


 

Neue Tauchlehrer auf Elba zertifiziert

Prüfung des Verbandes Deutscher Tauchlehrer voller Erfolg

Das HYDRA Institut für Meereswissenschaften gratuliert den frisch gebackenen Tauchlehrern Stefan Häusler, Vincent Kohl und Matthias Schneider zur erfolgreichen TL*-Prüfung und dankt Nico Hüttmann und Andreas Lenich für Ihren Einsatz als Referenten und Prüfer.

 

Vom 11. – 14. Mai 2011 fand am HYDRA Institut für Meereswissenschaften eine offizielle Prüfung zum Tauchlehrer * des Verbandes Deutscher Tauchlehrer e.V. nach der EU-Norm EN/ISO 24802-2 statt. Das Prüfungskomitee unter dem Vorsitz von Nico Hüttmann begutachtete die Fähigkeiten der drei Kandidaten in theoretischen und praktischen Prüfungen bei idealen Wetter- und Meeresbedingungen. Stefan Häusler, Vincent Kohl und Matthias Schneider sind nach bestandener Prüfung nun abnahmeberechtigte Tauchlehrer* des VDTL/Cedip. Den Prüfungen vorangegangen war ein dreitägiges Seminar Tauchmedizin unter der Leitung von Dr. Andreas Lenich für Prüflinge und Prüfer sowie die Mitarbeiter des HYDRA Institutes.

 


Osterspecial im Fernsehen:

Mit der Schauspielerin Wolke Hegenbarth zu den Haien Südafrikas

Unser Dokumentarfilm von Florian Guthknecht in einer zweiteiligen "Extended Version" im Bayerischen Fernsehen

 

Die Langfassung der Hai-Doku, die letztes Jahr mit großem Erfolg auf ARTE und im Ersten lief, kommt an Ostern in zwei Teilen (2 x 30 min) in  "Welt der Tiere" im Bayerischen Fernsehen.

 

„Die Schöne und der Hai“, Teil 1

Ostersonntag, 24. April 2011, 16.00 h, BR

 

„Die Schöne und der Hai“, Teil 2

Ostermontag, 25. April 2011, 16.00 h, BR

 

Weitere infos auf unserer  Documentation Unit Webiste.

 

 


 

 

In einer Woche um die Welt:

Großer Doku-Fünfteiler auf ARTE

„Expedition 50 Grad – Auf dem Breitengrad der Extreme“

 

Für Teil 3 „Kanada“ (Mittwoch 23. März, 19.30h) und Teil 4 „Atlantik“ (Donnerstag, 24. März, 19.30h) haben wir uns zusammen mit Florian Guthknecht (BR) in reißenden Flüssen Hunderttausenden von Lachsen gestellt, mit Seelöwen und Seeelefanten getaucht, Riesenoktopus und Wolfsfisch aufgespürt und uns von Buckelwalen „umarmen“ lassen.

Hier die Infos und Sendetermine zur gesamten Serie:

Fünf Kamerateams sind dem 50. Breitengrad, der auch mitten durch Europa führt, einmal rund um die Erde gefolgt. Auf ihrer 30.000 Kilometer langen Reise, immer der Sonne entgegen, haben sie ganze Kontinente durchquert und riesige Ozeane überwunden. Obwohl sich die Expeditionen stets in den gleichen Breiten bewegen, finden sie je nach Region sehr unterschiedliche Klimata und Landschaften vor.

 

„Expedition 50 Grad – Auf dem Breitengrad der Extreme“

(1): Zentralasien. Montag, 21. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Mo., 28.03., 14 h) ARTE

(2): Kamtschatka. Dienstag, 22. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Di., 29.03., 14 h) ARTE

(3): Kanada. Mittwoch, 23. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Mi., 30.03., 14 h) ARTE

(4): Atlantik. Donnerstag, 24. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Do., 31.03., 14 h) ARTE

(5): Europa. Freitag, 25. März 2011, 19.30 Uhr, (Wdh. Fr., 01.04., 14 h) ARTE

 


Bessere Laichgründe für den „Bodensee-Lachs“    

HYDRA startet Interreg IV Programm zur Arterhaltung der Seeforelle

Die Seeforelle konnte zwar als Art gerettet werden, findet aber in den Bodenseezuflüssen noch immer keine guten Reproduktionsbedingungen. Im Auftrag der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodensee­fisch­er­ei (IBKF) untersucht ein Forscherteam unter der Leitung von HYDRA in den nächsten drei Jahren die Laichflüsse Goldach, Bregenzerach, Leiblach, Argen und Rotach. Bestehende Wissenslücken zum Wanderverhalten und zur Reproduktionsbiologie sollen geschlossen werden. Ziel: die Optimierung von Aufwertungs­maß­nahmen zugunsten einer natürlichen Reproduktion der imposanten Fische .

Seeforellen werden fast einen Meter lang, für ihre Laichgruben brauchen sie mindestens einen Quadratmeter lockeren Kiesgrund im Fluss (Foto: S. Werner).

 

 


 

Miriam Weber erhält Auszeichnung

für Wissenschaftskommunikation

HYDRA-Mitarbeiterin belegt dritten Platz beim Preis

"Verständliche Wissenschaft" des Helmholtz-Zentrums Geesthacht

Dr. Miriam Weber (HYDRA), Dr. Stefan Krause (Uni Hamburg), Dr. Dominik Paquet (DZNE) und Prof. Dr.
Wolfgang Kaysser (Helmholtz-Zentrum Geesthacht), (Foto: GKSS).
 

Nachwuchsforscher stellen ihre Doktorarbeit vor

Alle zwei Jahre vergibt das Helmholtz-Zentrum Geesthacht den GKSS-Preis „Verständliche Wissenschaft“ an Nachwuchsforscher, die zeigen können, dass sie einem Laienpublikum ihr wissenschaftliches Spezialthema in einfachen Worten erklären können. Der 1. Platz ist mit 2.500 Euro dotiert, und ging in diesem Jahr an den Physiker Stefan Krause, der eine neue Art von Festplatten entwickelt. Den 2. Platz mit 1.500 Euro holte sich der Neurobiologe Dominik Paquet, der über Alzheimer-Forschung mit Zebrafischen berichtete. Miriam Weber, Dozentin und Forschungskoordinatorin bei HYDRA,  nahm Jury und Publikum mit auf die "Spur des Korallenmörders" und erzählte ihre Forschung über die Sedimentwirkung auf Korallen als Detektivgeschichte. Sie errang den mit 1.000 Euro dotierten 3. Platz. Der bundesweit ausgeschriebene Preis für Wissenschaftskommunikation wird alle zwei Jahre vergeben. Bewerbungsunterlagen und nähere Informationen finden sich auf der Website des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (www.gkss.de).

 



VDTL-Tauchlehrer Prüfung auf Zypern

HYDRA-Tauchlehrer nach EN/ISO als TL-Ausbilder zertifiziert

Anfang November fand auf Zypern eine Tauchlehrerprüfung vom Verband Deutscher Tauchlehrer VDTL statt. Nico Hüttmann von Oceanworld organisierte die TL * bis **** -Prüfung vor Ort im Aldiana Club Zypern. Unter optimalen Wetterbedingungen erlebten der VDTL-Vorstand, die Tauchärztin Dr. med. Heike Gatermann und insgesamt sechs Prüflinge eine arbeitsintensive und lehrreiche Prüfungswoche. Nicht zuletzt durch die Herzlichkeit und Offenheit der Prüfer, hatten alle Teilnehmer eine gute Zeit. Nun freut sich der VDTL über zwei neue TL*, einen TL**, einen TL*** und zwei TL****.

Mit der Zertifizierung zum TL**** sind Andrea Werner und Boris Unger vom HYDRA Institut für Meereswissenschaften nun berechtigt alle Tauchbrevets bis zum Tauchlehrer nach der EU-Norm 14413-2 auszubilden. Glückwunsch!!! 

 



Tag der Seegraswiese

 

 

 

Am 8.Oktober gab es am Strand von Fetovaia ein ganz besonderes Ereignis. Der Tag der Seegraswiese, la Giornata della Posidonia,

an dem das HYDRA Institut für Meereswissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Betreiber der Strandbar Pino Solitario und dem Acquario dell'Elba die Kinder der Insel aber auch interessierte Besucher eingeladen haben, in die Welt der Seegraswiese einzutauchen.
In Aquarien waren kleine Seegraswiesen und typische Bewohner zum direkten Betrachten und anfassen vorbereitet. Eine "Vorlesung" mit Beamerpräsentation hat auch die Kleinsten über die ökologischen Zusammenhänge dieses wichtigen Lebensraumes informiert. Und schließlich konnten sich Klein und Groß an den eigens aufgebauten ZEISS Stereomikroskopen in den faszinierenden Mikrokosmos der Seegraswiese vertiefen.

 

 


Coastal Cleanup Day

HYDRA war dabei!

Am 25.09.2011 hat die internationale Organisation Oceanconservancy zum Aufräumen an allen Stränden der Welt aufgerufen - zum Coastal Cleanup Day.

An unserer Feldstation auf der Insel Elba haben wir dies zum Anlass genommen, bereits laufende Sammelaktionen an touristisch nicht genutzten, von Fahrzeugen unerreichbaren Stränden der näheren Umgebung zusammenzufassen und in das Projekt einzubinden. Dabei wurde nicht einfach nur Müll gesammelt, sondern nach den Vorgaben von Oceanconservancy detailliert Protokoll geführt. Die gewonnen Daten fließen in die weltweite Datenbank der Umweltschutzorganisation ein und geben Regierungsbehörden und Forschungsinstituten wertvolle Informationen.

Eine Aktion in Zusammenarbeit mit Giovanni Mortula, der ganzjährig am Strand Le Tombe Müll sammelt; das „Sommerteam“ des HYDRA Institut für Meereswissenschaften, das den Müll am Coastal Cleanup Day gesammelt und protokolliert hat und für den Seetransport zum erschlossenen Strand von Fetovaia gesorgt hat; die Vereinigung Costa del Sole mit Sergio Galli, die das Projekt unterstützen; die Gemeinde Campo nell‘Elba, die den Müll, initiiert von Giovanni Lupi, von Fetovaia abtransportiert hat.


Internationale Experten trafen sich auf Elba

Interdisziplinärer Workshop zum Thema Sand

Aus dem Programm:

"The aim of the workshop is to bring together experts in their field in an intimate and intensive working atmosphere and to open participation to a limited number of junior scientists and outstanding students. In a two-week hands-on workshop all participants should have any possibilities to share knowledge, to learn and teach, to develop new views and to integrate their own capabilities into a broader interdisciplinary framework. Some of the invited scientists have been in the field for well more than 30 years, so another aspect is the transfer of experience as well as maybe unconventional thoughts to the next generation of researchers.
The HYDRA Field Station will provide the logistics on Elba and organize, with the kind support of the Park Authority of the National Park Tuscan Archipelago and the Municipality of Campo nell’Elba, access to the protected area of the Island of Pianosa and set up a field camp."

 

Am 29. April gab es am Strand von Fetovaia einen "Tag des Sandes", um die lokale Bevölkerung Elbas und vor allem Kinder und Jugendliche in die Aktivitäten des Workshops mit einzubinden. Über zweihundert Jugendliche von der Insel Elba und von außerhalb hatten sich am Strand versammelt und ließen sich in die Geheimnisse des Sandes einweihen.

Nähere Informationen gibt es hier.

 


 

 

It's shark time!

 

Zwei unserer großen Fernsehproduktionen des letzten Jahres sind angelaufen!

 


Ausstrahlungstermine:

 

Die Schöne und der Hai - La belle et les requins

am 05. Juli 2010, 20:15h in der ARD.

 

Riesenhaie - Sanfte Giganten  -  De si gentils requins

lief bereits am Fr., 2. April 2010, 19.30 h auf Arte. Wiederholung demnächst im Bayerischen Rundfunk.

 

Die Schöne und der Hai - La belle et les requins

Die Premiere lief am Fr., 16. April 2010, 19.30 h und am 23. April 2010, 14.00 h ebenfalls auf Arte.

The Making of "Die Schöne und der Hai"

war am 4. Mail 2010, um 17.00 h im Bayerischen Fernsehen BR zu sehen.

 

weitere infos...

 

 



Symbiose ist überall

Zusammenschau der chemoautotrophen Symbiosen von Meerestieren erschienen

 

Was haben Tiefseevulkane, versunkene Walkadaver und die flachen Sandböden um die Insel Elba gemeinsam? All diese Lebensräume beherbergen eine reiche Lebensgemeinschaft von Tieren, die mit Bakterien eine obligate Beziehung eingegangen sind und sich so unabhängig von der Sonnenenergie ernähren können, sogenannte chemoautotrophe Symbiosen.

Wie Nicole Dubilier, Claudia Bergin (beide MPI Bremen) und Christian Lott (HYDRA) in der aktuellen Ausgabe von Nature Reviews Microbiology berichten, kennt man inzwischen mindestens 7 Tiergruppen, in denen sich eine solch innige Beziehung mit Bakterien etabliert hat. Ein evolutionär äußerst erfolgreiches Konzept, welches den Tieren, die meist Ihr Verdauungssystem ganz oder teilweise reduziert haben, über Umwege erlaubt, Energie aus reduzierten Schwefelverbindungen oder aus Methan zu nutzen. Erstmals entdeckt wurden diese bis dahin undenkbaren Lebensstrategien vor 30 Jahren an „Black Smokers“, Austrittsstellen sulfidreicher Thermalwässer an Tiefseevulkanen bei den Galapagosinseln. Bald darauf wurden auch in flachen Sandböden Muscheln und Würmer beschrieben, die in Symbiose mit Schwefelbakterien leben. Die Arbeitsgruppe von Nicole Dubilier am Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen erforscht die Symbiosen von Muscheln, Schnecken und Würmern an Tiefsee-Lebensräumen wie den Vulkangebieten des Mittelozeanischen Rückens, an Methanquellen, Walkadavern und Holzresten. In ihrer Arbeitsgruppe untersucht Christian Lott die Symbiose darmloser Oligochäten in den Sandböden um die Insel Elba.

Foto links unten: MPI/A.Blazejak

Literatur:

Symbiotic diversity in marine animals: the art of harnessing chemosynthesis

Nicole Dubilier, Claudia Bergin and Christian Lott

Nature Reviews Microbiology, Vol 6, Oct 2008, 725-740

Projektseiten WORMS