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Meeresbiologische Exkursionen Elba 2010

Neues Kursprogramm ab sofort buchbar

Das neue Kursprogramm des HYDRA Instituts für Meereswissenschaften für 2010 ist ab sofort online buchbar. Zu acht Terminen können Studierende und Interessierte aus dem bewährten Angebot thematisch verschiedener Exkursionen auswählen. Die zehntägigen Veranstaltungen finden an der Feldstation auf der italienischen Insel Elba statt. Alle Kurse sind für ausgebildete Taucher geeignet. Teilnehmer ohne Taucherfahrung machen kursbegleitend eine international anerkannte Tauchausbildung. Der Kurs Methoden der Unterwasserforschung kann nur von Tauchern gebucht werden. Alle Kurse sind entsprechend den Anforderungen des ECTS-Programms strukturiert und werden von vielen Universitäten anerkannt

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Symbiose ist überall

Zusammenschau der chemoautotrophen Symbiosen von Meerestieren erschienen

 

Was haben Tiefseevulkane, versunkene Walkadaver und die flachen Sandböden um die Insel Elba gemeinsam? All diese Lebensräume beherbergen eine reiche Lebensgemeinschaft von Tieren, die mit Bakterien eine obligate Beziehung eingegangen sind und sich so unabhängig von der Sonnenenergie ernähren können, sogenannte chemoautotrophe Symbiosen.

Wie Nicole Dubilier, Claudia Bergin (beide MPI Bremen) und Christian Lott (HYDRA) in der aktuellen Ausgabe von Nature Reviews Microbiology berichten, kennt man inzwischen mindestens 7 Tiergruppen, in denen sich eine solch innige Beziehung mit Bakterien etabliert hat. Ein evolutionär äußerst erfolgreiches Konzept, welches den Tieren, die meist Ihr Verdauungssystem ganz oder teilweise reduziert haben, über Umwege erlaubt, Energie aus reduzierten Schwefelverbindungen oder aus Methan zu nutzen. Erstmals entdeckt wurden diese bis dahin undenkbaren Lebensstrategien vor 30 Jahren an „Black Smokers“, Austrittsstellen sulfidreicher Thermalwässer an Tiefseevulkanen bei den Galapagosinseln. Bald darauf wurden auch in flachen Sandböden Muscheln und Würmer beschrieben, die in Symbiose mit Schwefelbakterien leben. Die Arbeitsgruppe von Nicole Dubilier am Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen erforscht die Symbiosen von Muscheln, Schnecken und Würmern an Tiefsee-Lebensräumen wie den Vulkangebieten des Mittelozeanischen Rückens, an Methanquellen, Walkadavern und Holzresten. In ihrer Arbeitsgruppe untersucht Christian Lott die Symbiose darmloser Oligochäten in den Sandböden um die Insel Elba.

Foto links unten: MPI/A.Blazejak

Literatur:

Symbiotic diversity in marine animals: the art of harnessing chemosynthesis

Nicole Dubilier, Claudia Bergin and Christian Lott

Nature Reviews Microbiology, Vol 6, Oct 2008, 725-740

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