Meer und Küste

 

Geologie und Mineralogie auf der Insel Elba

Die geologischen Einheiten der Insel bilden hervorragende Lehrstücke, an denen man grundlegende tektonische, petrographische und petrologische Aspekte verdeutlichen kann. Man findet hier nicht nur Gesteinsformationen vom Paläozoikum bis ins Tertiär, sondern auch mehr als 160 verschiedene Einzelminerale.

Das granitische Gebirgsmassiv des Monte Capanne und die ihn im Kontakt umgebenden Gesteine des Anello termometamorfico lassen die Entstehung der Insel anschaulich werden. Die Ergebnisse thermometamorpher Umwandlungsprozesse können direkt und in bester Aufschlußlage studiert, tektonische Prozesse im Gelände nachvollzogen werden.

Unter den magmatischen Gesteinen ist sowohl die Familie der Plutonite mit Granit, Gabbro und Peridotit, als auch die der Vulkanite mit Basalt, Andesit und Rhyolith vertreten. Die Abfolge von Metamorphiten steht als ringförmige Großstruktur rund um den Intrusivkörper des Monte Capanne an.

Tektonische Bauformen präsentieren sich lehrbuchmäßig in Störungen, Groß- und Kleinfaltungen. Diskordanzen, Fazieswechsel, Rippel und Schleifmarken finden sich in den tertiären Flyscheinheiten und im Radiolarit-Hornsteinkomplex des Malm.

Für Mineralogen und Sammler gleichermaßen lohnend ist die Suche von kleinen und kleinsten Stufen (Micromounts). In aufgelassenen Tagebauen findet man die Eisenminerale Hämatit, Magnetit, Pyrit, Ilvait und Limonit. Neben gediegenem Kupfer sind auch Azurit, Malachit und Chrysokoll vertreten. Ergiebige Pegmatitgänge führen unter anderem Quarz, Topas und Turmalin.

Offene Tagebaue und Steinbrüche bieten neben Straßenaufschlüssen und den Steilküsten von See her gute Voraussetzungen zur geowissenschaftlichen Arbeit.

Das Institut für Meereswissenschaften führt Kurse zur Geologie und Mineralogie der Insel Elba unter der Leitung von Dipl.-Geol. Wolf Wichmann durch.

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