DNS-Chip zur schnellen Identifizierung von Krankheitserregern in Bade- und Trinkwasser

HYDRA-Büro Wien am Entwicklungsprogramm vom "Aqua-Chip" beteiligt

Mit Hilfe des "Aqua-Chips" sollen in Zukunft Krankheitserreger in Bade- und Trinkwasser innerhalb weniger Stunden nachgewiesen werden können. Unter Einsatz der DNS-Chiptechnologie sollen die Krankheitserreger durch Auffinden und Identifizieren ihrer charakteristischen RNS- oder DNS-Sequenzen direkt bestimmt werden.

Bei den derzeit für die hygienisch-bakteriologische Bewertung der Badegewässer verwendeten Methoden werden lediglich sog. Indikatorkeime nachgewiesen. Deren Vorhandensein lässt zwar auf die Existenz pathogener Erreger schließen, der direkte Nachweis der Krankheitserreger ist jedoch mühsam und zeitaufwändig.

Das dreijährige, von der EU-Kommission geförderte Forschungsprojekt hat 2001 begonnen und vereint deutsche, französische, spanische und österreichische Fachleute. Das Team steht unter der Leitung von Dr. Manfred Höfle von der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF)

Das HYDRA-Büro Wien hat die Aufgabe, eine Probennahmestrategie zu entwickeln und durchzuführen, wobei Trinkwasser und Badegewässerproben aus den unterschiedlichsten europäischen Regionen genommen werden. Später soll der Aqua-Chip in einem umfangreichen Feldversuch getestet werden.

mehr infos... | Kontakt | Pressemitteilung der GBF als pdf

Badegewässer werden regelmäßig auf Krankheitserreger überprüft
Probennahme an einer Trinkwasserstelle in Spanien