Das größte von Lebewesen hergestellte Bauwerk, die höchste Artenvielfalt aller marinen Lebensräume, der längste und breiteste aller Riffkomplexe weltweit. Superlative prägen die Beschreibungen der Korallenwelt an der Australischen Ostküste, die sich über fast dreitausend Kilometer entlang des Staates Queensland erstreckt.

Vor kurzem wurden die Regeln im größten küstennahen Meeresschutzgebiet der Erde, dem Great Barrier Reef Marine Park, erst verschärft und dreißig Prozent der Fläche zu „no take zones“ erklärt.

Der Druck durch zunehmende Besiedlung und industrielle Landwirtschaft seitens der Küsten wie auch durch die Auswirkungen der weltweiten Klimaveränderungen nimmt jedoch zu.
Die Meeresbiologin Dr. Katharina Fabricius vom staatlichen Meeresforschungsinstitut AIMS in Townsville untersucht seit über zehn Jahren den Zustand und die Veränderungen des Great Barrier Reefs. Miriam Weber und Christian Lott vom HYDRA-Institut für Meereswissenschaften arbeiten seit 2002 mit Katharina zusammen an der Erforschung der Einflüsse, die die Sedimente, die aus dem Hinterland über Flüsse ins Meer gelangen, auf die davor liegenden Riffabschnitte haben.
zur Fotostory...