Ökologisch eng verknüpft mit dem Lebensraum Korallenriff....
...sind die Mangrovenwälder entlang der Küsten Queenslands - und weltweit ebenso bedroht.
Das Geflecht ihrer Stelzenwurzeln stellt einen einzigartigen Lebensraum dar...
.... und hält Sedimente und Nährstoffe an den Küsten zurück.
Für unsere Untersuchungen brauchen wir Sedimente....
... die wir direkt am Flussufer gewinnen...
.... immer unter den wachsamen Augen unserer Kollegen auf dem Schlauchboot, denn wir sind zu Gast im Croc Country:
Bis zu 5 Meter lange Salzwasserkrokodile bevölkern die Flüsse, Mangroven und auch die küstennahen Riffe.
Rund um verschiedene Riffe - küstennahe und küstenferne - sammeln wir ebenfalls Sedimente.
Oft ist es so trüb, dass es in 5 Metern Tiefe schon dunkel wird.
Das ist aber durchaus natürlich. Viele küstennahe Riffe sind sehr gut angepasst und haben ebenso vielfältige Korallen- und Fischgemeinschaften wie die im klaren Wasser gedeihenden ozeanischen Riffe.
Allerdings treffen wir auch auf Riffabschnitte, die stark beschädigt oder vollständig zerstört sind.
Auf beschwerten Aluminiumstativen bauen wir immer wieder Schwebstofffallen auf...
... um einen Einblick in das Sedimentationsgeschehen an den einzelnen Riffen zu bekommen ...
... und so unsere Labor- und Freilandversuche besser planen zu können.
Gleichzeitig werden die gesammelten Bodenproben gesiebt, ...
... um standardisierte Versuchssedimente zu gewinnen.
Direkt an Bord des Forschungsschiffes beginnen wir mit der Untersuchung der Sedimenteigenschaften ...
... um später an Land die aufwändigeren Laboranalysen durchzuführen.
Hier bestimmt Simon, Gastforscher aus Tasmanien, die Absetzgeschwindigkeit der Sedimentpartikel .
Mit den verschiedenen, genau charakterisierten Sedimenten ...
... werden nun an Deck des Schiffes Tankexperimente mit Korallenstücken durchgeführt.
Die Temperatur und der Durchfluss mit frischen Seewasser werden dabei ständig kontrolliert.
Während der gesamten Versuchsdauer entnimmt Miriam immer wieder Sedimentproben aus den Tanks, um später chemische und mikrobiologische Analysen durchführen zu können.
Erst wenn die Sonne untergegangen ist ...
... werden die physiologischen Tests an den Korallen gemacht. Das Fluometer sendet einen Lichtblitz aus und mißt die darauf hin abgestrahlte Fluoreszenz der Photopigmente der Korallensymbionten.
Nach 10 Tagen auf See mit straffem Programm bietet der Besuch von Lizard Island eine willkommene Abwechslung und einen phantastischen Blick von Cook‘s Lookout. Von hier aus hat der berühmte Entdecker 1772 die Passage durch das Labyrinth des Great Barrier Reefs gefunden.
Doch die Verschnaufpause währt nur kurz. Schon am nächsten Morgen geht es um 9 Uhr wieder ins Wasser und die Versuche müssen auch noch vorbereitet werden.
Auch das Wetter ist hier in den Tropen nicht immer eitel Sonnenschein. Dauerregen, Gewitter oder gar ein Zyklon können die Forschungsarbeit beeinträchtigen oder uns gar zum Umkehren zwingen.
Doch unter Wasser ist noch alles ruhig. Katharina dokumentiert seit über zehn Jahren regelmäßig die gleichen Riffe ...
... und wählt die Untersuchungsorte für unsere Versuche aus, an denen Miriam dann die Korallen in ihrem unbeeinflussten Zustand misst.
Das Diving PAM, ein pulse-amplitude modulated fluorometer, erlaubt die Messung der Photosyntheseleistung der Korallen-Algen-Symbiose unter Wasser.
Auf die augewählten Korallen werden Plastikringe aufgesetzt in denen dann die Versuchssedimente ausgebracht werden. Die leuchtend bunten Plastikbänder ...
... sollen ein Auffinden der Experimente nach Ablauf der Versuchsdauer erleichtern. Nun wird der Zustand der Koralle erneut gemessen. Außerdem wird das Ganze gefilmt, ...
... um später auch die Fläche der Sedimentbedeckung bestimmen zu können.
Die Sedimente werden mit einem eigens entwickelten elektrischen Unterwasserstaubsauger aufgenommen und später im Labor analysiert.
Vielleicht helfen ja unsere Ergebnisse dabei, die Prozesse, ...
... die zu einem rapiden Verfall der Korallenriffe weltweit führen, besser zu verstehen.