Ein Wurm, zwei Bakterienarten:

ungewöhnliche Symbiose an Würmern von Elba entdeckt

Der darmlose Oligochaet Olavius algarvensis lebt in Sandböden vor Elbas Küsten und ist mit zwei verschiedenen Arten von endosymbiontischen Bakterien vergesellschaftet. Wie die Arbeitsgruppe um Nicole Dubilier vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (Bremen) in der neusten Ausgabe von NATURE berichtet, reduziert eine Bakterienart Sulphat, die andere oxidiert Sulphid. Der Wurm kann diese Recyclingmaschine aufladen, indem er an der Grenzschicht zwischen oxidiertem und reduziertem Sand hin und her wandert.

Ein derartiges Zusammenspiel zwischen mehreren Symbionten und einem Wirt zum allseitigen Nutzen wird hier zum ersten Mal beschrieben und gilt als Sensation.

Das HYDRA-Institut für Meereswissenschaften war die logistische Basis für Vor-Ort-Untersuchungen und die Beschaffung der Proben und gratuliert den Kollegen herzlich zu ihrem Erfolg!

Titel der Publikation:

"Endosymbiotic sulphate-reducing and sulphide-oxidizing bacteria in an oligochaete worm"
Nicole Dubilier, Caroline Mülders, Tim Ferdelmann, Dirk de Beer, Annelie Pernthaler, Michael Klein, Michael Wagner, Christer Erséus, Frank Thiermann, Jans Krieger, Olav Giere & Rudolf Amann

NATURE 411, 298-392 (17 May 2001)

Weitere Infos: www.mpi-bremen.de/deutsch/moloek/dubilierdeutsch.html


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