Noch etwas hölzern, aber schon besser

Totholzeinträge im Alpenrheintal

Mit einem offiziellen Bericht ist Ende 2002 im Alpenrheintal ein Versuch beendet worden, der den Einsatz von Totholz als Revitalisierungsmethode in den Seitengewässern testen sollte.

Diese kanalartigen Gewässer befinden sich in einem sehr schlechten ökologischen Zustand. Allerdings handelt es sich um Zweckgewässer, die der Gebietsentwässerung und dem Hochwasserschutz dienen. Daher durften im Versuch die Abflussverhältnisse durch das gezielte Einbringen von Baumstämmen und ganzen gefällten Bäumen, sogenanntem Totholz, nicht verändert werden. Die spannende Frage war nun, ob trotz dieser Einschränkung eine ökologische Aufwertung durch den Einsatz von Totholz erreicht werden kann.

Gewässerökologen von HYDRA haben bei diesem Versuch die fischökologischen Untersuchungen mit der Unterstützung lokaler Fischereivereine durchgeführt.Es zeigte sich, dass Totholz neue Lebensräume für Fische schafft. Insbesondere Jungfische suchten die neu geschaffenen Bereiche auf. Der Einsatz von Totholz sollte sich daher für eine gezielte, kurzfristige Aufwertung der gewässerökologischen Situation eignen. Vor einem solchen großflächigen Einsatz müssen jedoch weitere Abklärungen getroffen werden, um der jeweiligen Situation entsprechend die optimale Form und den optimalen Umfang des Eintrags bestimmen zu können.

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