HYDRA-Institute

Verbraucherinformation



Viele Themen und Ergebnisse unserer Untersuchungen aus dem Bereich der angewandten Gewässerforschung sind direkt für Verbraucher und Vertreter von Interessengruppen wichtig. Sie beeinflussen die Politik, Land-, Forst und Fischereiwirtschaft (Beispiel: Gewässerschutz) oder die Freizeitgestaltung (Beispiel: Sportfischer, Wanderer im Nationalpark) und den Tourismus (Beispiel: Badeurlauber). In speziellen Programmen werden über Infobroschüren, Pressetexte und internationale Informationsdienste aktuelle Fakten mitgeteilt, Hinweise und Tips gegeben und Alternativen zum bisherigen Handeln aufgezeigt. Bei der weiteren Verbreitung dieser Information spielt die Medienarbeit eine wichtige Rolle. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Auftraggebern betreuen HYDRA-Mitarbeiter auch Infotelefone und versorgen bestehende Dienste mit aktuellen Informationen und Hintergrundberichten.

Neben dem ADAC-Sommerservice, der sich in den letzten zehn Jahren zum größten internationalen Informationsprogramm zum Zustand der Badegewässer in Europa entwickelt hat, gibt es zahlreiche Beispiele für die Weitergabe von Verbraucherinformation in anderen Tätigkeitsfeldern der HYDRA-Institute. So ist das HYDRA-Institut für angewandte Hydrobiologie in Konstanz regelmäßig zu Gast bei Schulaktionstagen im Bodenseeraum. Fortbildungsveranstaltungen für Fischereivereine zum Thema Gewässerökologie und Aktionstage mit der Präsentation von Organismen direkt am Gewässer finden großes Publikumsinteresse, wie auch die Vorführung von Dokumentarfilmen zur heimischen Unterwasserwelt . Das HYDRA-Institut für Meereswissenschaften führt auf Elba/Italien in den Sommermonaten regelmäßig öffentliche Abendvorträge für Urlauber und Einheimische durch. Gerade durch die Kombination von ansprechenden Bildern und verständlich gemachten Fachinformation lassen sich Verbraucher zum Nachdenken und auch zerstrittene Interessengruppen zum Dialog anregen.

Als Fachleute stehen HYDRA-Mitarbeiter für Pressekonferenzen bei der Vorstellung von privaten und öffentlichen Projekten zur Verfügung. Im vergangenen Jahr waren Experten zur Nutzung der Wasserkraft, dem Zustand des Rheins, dem Thema "Fisch und Kormoran" sowie zur Badegewässerqualität der Oberen Adria und zu Seegrasanschwemmungen an Badestränden gefragt.
Besucher der großen Wassersportmessen "boot" in Düsseldorf und "Interboot" in Friedrichshafen wurden bei Podiumsgesprächen und Vorträgen über allgemeine gewässerökologische Themen informiert und mit Umwelttips für Segler, Taucher und Badeurlauber bedacht. Länger bestehende Informationsdefizite konnten behoben werden, als im Zuge der allsommerlichen Diskussion um die in vielen Seen auftretende "Badedermatitis" in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Konstanz Merkblätter und Hinweistafeln erstellt und Pressetexte zur Verfügung gestellt wurden. Die Hinweise und Erklärungen wurden neben verschiedenen Gesundheitsämtern rund um den Bodensee dem Bayerischen Sozialministerium sowie über regionale Zeitungen und Zeitschriften an den Verbraucher weitergegeben.

HYDRA-Mitarbeiter veröffentlichen regelmäßig ihre Beiträge in Zeitschriften und Broschüren. So erschien in ornis 4/98 von Stefan GERSTER unter dem Titel "Der stille Abgang" ein zusammenfassender Artikel über Zustand und Gefährdung der Fischfauna in der Schweiz.
Johannes ORTLEPP beschrieb in NATUR + MENSCH 6/97 den neuen "Fischereilichen Hegeplan für die Wutach", eine exemplarische Leitlinie, erarbeitet an einem Schwarzwaldbach.
Peter REY informierte zusammen mit anderen Autoren in CRATSCHLA (z.B. 4(2)/96) über die Folgen von Spülungen von Stauseen.

Auch die Veröffentlichung von Fachbüchern fällt in den Bereich der Verbraucherinformation. So sind kürzlich zwei Bücher für Sporttaucher erschienen, die die Erkenntnisse über die Ökologie von Gewässern anschaulich und gut verständlich vermitteln:
Vinzenz MAURER hat für den Schweizerischen Unterwassersportverband SUWSV sein Buch mit dem Titel "Ökologie für Taucher" veröffentlicht.
Christian LOTT, Stephan PFANNSCHMIDT, Andreas SPOHR und Boris UNGER haben das Kapitel "Gewässerbiologie und Umwelt" im neuen Lehrbuch "Tauchen lernen III vom Fortgeschrittenen zum Tauchlehrer" des Verbandes Deutscher Tauchlehrer VDTL e. V. geschrieben.


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